Offene Circus-Ferien-Aktion auf dem Spielplatz Glasstraße
Ein Projekt zur Gewaltprävention und zur Integration von Flüchtlingskinder und Kinder mit Migrationshintergrund im Stadtteil
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Am Samstag, 30. April 2011 endete mit einer großen Circusaufführung die diesjährige Ferien-Circus-Woche auf dem Spielplatz Glasstraße in Köln-Ehrenfeld. 25 Kinder aus dem Stadtteil zeigten an diesem Tag vor zahlreichem Publikum, was sie in der Woche über an artistischen Kunststücken gelernt hatten. Mit dabei war natürlich wieder der Kooperationspartner des Projektes, der Interkulturelle Dienst der Stadt Köln, der im Anschluss an die Vorstellung alle Artisten und Besucher mit Fingerfood und Getränken versorgte. Eine Woche lang konnten somit jeden Tag von 14 bis 17 Uhr Kinder aus dem Stadtteil und Kinder aus benachbarten Übergangswohnheimen gemeinsam die unterschiedlichsten Circustechniken unter Anleitung des Kölner Spielecircus ausprobieren und kennenlernen. Im Vordergrund standen dabei Jonglierdisziplinen wie Teller- und Tücherjonglage, Balancieren auf der Slackline oder den Lauftonnen, Akrobatik, Clownerie, aber auch Fakir- und Feuertricks durften bei dem Projekt nicht fehlen. Insgesamt nahmen an der Circuswoche knapp 100 Kinder teil und zeigten damit, dass diese offene Circusaktion weiterhin ein wichtiger Bestandteil der kulturpägagogischen Angebote im Stadtteil für Kinder und Jugendliche ist.
Seit dem Jahr 2001 engagiert sich nun bereits der Kölner Spielecircus e.V. kontinuierlich in der offenen Stadtteilarbeit für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren aus Ehrenfeld. Das offene und kostenfreie Angebot „Circus Total in Ehrenfeld“ will dabei mit circuspädagogischen Mitteln einen Beitrag zur gegenseitigen Akzeptanz, Toleranz und gewaltfreiem Miteinander über die Erfolgserlebnisse des eigen- und gruppenverantwortlichen Handelns leisten. Über die Entwicklung von Fairness und Verlässlichkeit beim Einstudieren einer Circusnummer oder der Erarbeitung eines eigenen Circusprogramms wird die Bedeutung gemeinsamen Handelns, ungeachtet aller kultureller Unterschiede, hautnah begreifbar. Die Veröffentlichung der erarbeiteten Ergebnisse im Rahmen von Aufführungen bei Festen des Spielplatzes soll neben der Bestätigung für die Leistung der Kinder ebenso der Begegnung von Kindern, Eltern und Anwohnern dienen.
Der Schwerpunkt dieses Projektes liegt in der Integration von Migrantenkinder und von Flüchtlings-kinder aus den umliegenden Flüchtlingsheimen, die von Mitarbeitern des Interkulturellen Dienstes des Bezirksjugendamtes Ehrenfeld betreut werden. Durch die regelmäßigen Angebote sollen diese Kinder und Jugendliche aus ihrer sozialen Isolation herausgeholt werden.
Dieses Projekt versteht sich als ein Baustein innerhalb eines Maßnahmen-Paketes für den Teil von Alt-Ehrenfeld, der nur minimal mit offenen Angeboten für Kinder und Jugendliche versorgt ist. Durch die Bündelung von Aktivitäten der dort engagierten Träger wird das Angebot der Spielplatzbetreuung quantitativ und qualitativ gestärkt. Dies erhöht die Attraktivität des Spielplatzangebotes und kann so auch Kinder, die z. Z. noch nicht einbezogen sind, anziehen. So besteht die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche an einen Anlaufpunkt zu binden und für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu begeistern.
Finanziert wird dieses Projekt im Jahr 2011 aus bezirksorientierten Mitteln der Bezirksvertretung Ehrenfeld / Stadt Köln.








