Mit Jim Knopf die deutsche Sprache lernen
Beim Sprachcamp des Kölner Spielecircus e.V. gingen 25 Ehrenfelder Grundschulkinder auf Abenteuerreise nach Lummerland
Bereits zum vierten Mal veranstaltete nun der Kölner Spielecircus e.V. in Kooperation mit dem Interkulturellen Dienst der Stadt Köln ein Sprachcamp für Kinder mit Migrationshintergrund und Defiziten in der deutschen Sprache. Für zwei Wochen wurden somit in den Sommerferien die Räumlichkeiten der Offenen Tür St. Anna in Köln-Ehrenfeld wieder zu Proberäumen umgestaltet. Denn vom 16. August bis zum 27. August 2010 hieß es dort, die deutsche Sprache mit den Abenteuern von „Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer“ für die Kinder spielerisch erlebbar zu machen. Insgesamt nahmen 25 Kinder aus Ehrenfeld mit Migrationshintergrund an diesem Camp teil.
Ziel war es, die Kinder intensiv über die zwei Wochen mit der deutschen Sprache zu konfrontieren und durch spezielle Sprachförderung ihre Sprachkompetenz spielerisch zu stabilisieren, zu erweitern und Sprachhemmungen abzubauen. Hauptschwerpunkte der Sprachförderung waren insbesondere die Bereiche Hörverstehen und Sprechen. Dabei sollte es nicht um reines Auswendiglernen gehen, sondern der Spaß und die Freude beim Anwenden der Sprache stand im Vordergrund. In kleinen Gruppen sollte jedes Kind die Möglichkeit bekommen, angstfrei mit der deutschen Sprache umzugehen, denn nur so lässt sich auch das emotionale Verhältnis der Kinder zu ihrer Zweitsprache positiv beeinflussen. Dafür wurde die Sprachförderung mit zirkus- und theaterpädagogischen Elementen verknüpft.
Inhaltlich orientierte sich das gesamte Camp an Michael Ende’s Klassiker der Kinderliteratur „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. So wurde in den Morgenstunden in drei Kleingruppen die Geschichte auf unterschiedlichste Art und Weise vermittelt. An jedem Tag wurde eine neue Szene mit einem neuen Schwerpunkt in der Sprachförderung behandelt. Dafür wurden sämtliche Unterrichtsmaterialien selbst entworfen und auf diese Rahmengeschichte ausgerichtet. Hierzu gehörten auch das Lesen aus den verschiedenen Büchern von Jim Knopf, das Beschreiben von Szenen anhand der Bilderbücher und das Aufschreiben von Erlebnissen von Jim und Lukas, aber auch das Anschauen von einzelnen Szenen der Geschichte aus dem Video der Augsburger Puppenkiste. Im theaterpädagogischen Bereich wurde dann diese Szenen der Geschichte wieder aufgegriffen und szenisch umgesetzt.
Aber auch zwei Ausflüge standen auf dem Programm. So wurde an einem Tag der Kölner Zoo besucht und an einem weiteren Tag ein Ausflug in die Kletterhalle Canyon Chorweiler unternommen. Den Abschluss des Sprachcamps bildete dann die Aufführung des erarbeiteten Theaterstückes am Freitag, 27. August 2010 in der Turnhalle der Grundschule Overbeckstraße, zu der über 50 Eltern, Lehrer, Freunde, Bekannte, der Kindergarten Ottostraße und auch der Bezirksbügermeister Josef Wirges kamen.
Für dieses Projekt kooperierte der Kölner Spielecircus e.V. mit dem Interkulturellen Dienst der Stadt Köln sowie mit verschiedenen Grundschulen aus der näheren Umgebung. Finanziell gefördert wurde dieses Projekt vom Landschaftsverband Rheinland (LVR).







