Unser Inklusionsverständnis im Kölner Spielecircus

Kindergartenkinder spielen mit Jongliertüchern Gespenster

Unser Inklusionsverständnis im Kölner Spielecircus

Inklusion als Grundhaltung

Wir als Kölner Spielecircus e.V. verstehen Inklusion als eine Grundhaltung: Jeder Mensch ist willkommen – unabhängig von Herkunft, körperlichen, geistigen, sprachlichen oder sozialen Voraussetzungen. Inklusion bedeutet für uns, eine Umgebung zu schaffen, in der niemand ausgeschlossen wird und alle in ihrer Einzigartigkeit teilhaben und mitgestalten können.
Die Verschiedenheit aller ist in diesem Sinne selbstverständlicher Bestandteil und Bereicherung einer vielfältigen Gemeinschaft.

Einfach gesagt:
Inklusion ist: alle sind willkommen,
alle können überall mitmachen.
Unterschiede zwischen uns sind schön,
anders sein ist normal.
Inklusion ist: du bist okay und ich bin okay!

Inklusion und Integration – Integration als wichtiger Baustein

Wir verstehen Integration als einen wichtigen Baustein auf dem Weg zur Inklusion. In unserem Verständnis schließen sich die Begriffe Inklusion und Integration nicht aus – vielmehr sehen wir Integration als einen Zwischenschritt auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.
Ganz nach unserem Motto seit über 40 Jahren „Jeder Mensch ist und kann etwas Besonderes!“

Inklusion als Prozess

Inklusion sehen wir als einen Wandlungsprozess, der es jedem Menschen in seiner Verschiedenheit und mit unterschiedlichsten Bedürfnissen ermöglichen soll, selbstbestimmt und gleichberechtigt an allen Lebensbereichen teilzunehmen, anerkannt und willkommen zu sein.
Ebenso lebt auch Zirkus vom Zusammenspiel unterschiedlichster Disziplinen, sieht seine Besonderheit in seinem Facettenreichtum und definiert sich gerade als Einheit dieser Vielfalt. Zirkus ist daher in unserer Arbeit ein ideales Mittel diesen Wandlungsprozess mitzugestalten.
Wir sind uns bewusst, dass auch wir in unserer Arbeit an Grenzen stoßen, die eine Teilnahme erschweren oder unmöglich machen können. Unser Ziel ist es, diese Grenzen kontinuierlich zu erweitern.

Inklusion in unserer Praxis

Eine wichtige Säule in unserer inklusiven Arbeit ist „Zirkus Mobilé – wir bewegen uns gemeinsam“. Durch die finanzielle Unterstützung von unterschiedlichen Förderern und Stiftungen, z.B. Kämpgen-Stiftung, KastanienHof Stiftung, wir helfen e.V., Paritätische Jugendwerk NRW, wird es uns ermöglicht, integrativ und inklusiv zu arbeiten und Menschen mit und ohne Behinderung in Rahmen von Zirkusaktionen zusammen zu bringen.
Mit integrativen Angeboten möchten wir zusätzlich einen geschützten Raum schaffen. Sei es in unserem wöchentlich stattfindenden „Sternschnuppenkurs“ oder bei Wochenendworkshops für Kinder und Jugendliche. Diese Angebote richten sich bewusst ausschließlich an junge Menschen mit einer Beeinträchtigung, um ihnen optimale Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten.
In unserer außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit gestalten wir unter dem Motto „Zirkus ohne Grenzen“ Projekte und Aktionstage unter besonderer Berücksichtigung von kultureller Vielfalt, Sprachförderung, Integration und Inklusion. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern bieten wir integrative Zirkusangebote z.B. in Unterkünften für Geflüchtete an.

Auf verschiedene Weise wollen wir so möglichst vielen Kindern und Jugendlichen den Einstieg in die Zirkuswelt ermöglichen und, wenn die Teilnehmenden es wünschen, den Übergang in all unsere Angebote erleichtern.
Wir glauben, dass jeder Mensch etwas Einzigartiges mitbringt. Unsere Zirkusprojekte und Angebote bieten Raum, diese Vielfalt sichtbar und erlebbar zu machen. Dabei geht es nicht um Leistung oder Perfektion, sondern um Freude, Mut und Miteinander.

Ansprechpartner*innen bei Anliegen zum Thema Inklusion und für Zirkus Mobilé:
Nora Krey, Tel.: 0221-466 836-12, nora.krey@spielecircus.de